Der
erste Arbeitschritt dieser Serie war die Herausforderung, über den herkömmlichen
Farbauftrag hinauszugelangen. Nach Experimenten mit verschiedenen
Materialien und Farbqualitäten (u.a. Andis ABC) zeigte sich die Rückseite von Farbschüttungen
auf einen transparenten Trägern als sehr dynamisch und präsent. Diese
Beobachtung habe ich in 2007 aufgegriffen und in den Serien Polychrome und Anthropomorph weiterentwickelt. In diesem
Kontext sind auch Entwürfe und einige Ausführungen zum Monochrome entstanden,
die „Monoroids“.
In den Polychromen geht es zunächst einmal um Farbe. Liquide
Farbe hat eine andere Qualität als getrocknete. Liquide Farbe trägt die
Möglichkeit der Veränderung in sich und sie ist rein im Sinne von neu und unverbraucht.
Auf der Grundlage des Polychroms 000 entstanden rund 20 weitere Arbeiten, die
sich mit unterschiedlichen Aspekten wie Reinheit, Präsenz und Perfektion von
Linie und Farbe beschäftigen. Auf einer höheren Betrachtungsebene ist dies ein
Moment der höchster Präsenz., den die Serie Polychrome formulieren möchte.
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